Von Ruanda nach Uganda.

Den letzten Blogpost wollte ich eigentlich schon länger online stellen. Hier kommt er nun etwas verzögert:

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Donnerstag. Letzte Woche:

Morgens waren wir noch auf der Suche nach einer Giraffe, welche wir jedoch nur aus weiter Entfernung sichten konnten. Anschließend wollte unser Fahrer unbedingt noch die Schule seines Sohnes besuchen. Es scheint dort nichts außergewöhnliches zu sein, dort einfach in den Unterricht zu platzen. Allerdings wurden wir mit einer unglaublichen Höflichkeit empfangen. Alle Schüler standen auf und begrüßten uns im Chor.

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Zurück in Kigali, verabschiedete ich mich von Jon aus Schweden, welcher mich die letzten 4 Tage im Akagera National Park begleitet hatte. Mich setzte der Fahrer im Busbahnhof in Kigali ab. Nach 3 Stunden warten in der Hitze kam dann der Bus. Auf nach UGANDA.

Zwei Stunden später erreichte der Bus die Grenze zu Uganda. Dort bemerkte der ruandische Grenzbeamte, dass mein „East Africa Visum“ nicht richtig vermerkt wurde, bzw. das Visum komplett fehlte, da nur ein Stempel und kein Aufkleber im Pass vorhanden war. Während dieser netten Unterhaltung, welche sich sehr in die Länge zog, sah ich wie mein Bus weiterfuhr. Ohne mich. Inklusive Gepäck. Da wurde ich natürlich leicht nervös. Doch der Beamte versuchte mir „freundlich“ zu erklären, dass der Bus nur hinüber auf die ugandische Seite fährt und da auf mich wartet, da man die Grenze durch den „neutralen Bereich“ von einigen 100m zu Fuß zu bewältigen hat. Na gut, wird schon stimmen. Währenddessen kam ein andere Kollege hinzu und meinte, dass er meinen Pass gerade gecheckt hat und dass wohl die Grenzbeamtin bei meiner Einreise nach Ruanda ein Fehler unterlaufen ist, es jedoch möglich wäre, mir hier ein neues Visum auszustellen. – Was natürlich wieder Zeit in Anspruch nam. Da ich ja sonst nichts zu tun hatte, durfte ich noch für Ruandische Studenten einen Fragebogen über Ruanda ausfüllen. Irgendwann kam dann der Assistent des Busfahrer, um nach mir zu schauen. Es hat sich wohl rumgesprochen, dass da ein Europäer Probleme an der Grenze hat. Von nun hatte ich meinen persönlichen Betreuer. Der Mann wirkte mit seinem Leoparden Schal jedoch eher, als sei er gerade auf dem Weg in die Disco. Mit meinem neuen Visum im Pass gingen wir dann ca. 10 Minuten durch das „Niemandsland“ begleitet von tropischer Soundkulisse. Auf ugandischer Seite ging dann alles ganz schnell. Und zack, ich war in Uganda. Und „tata“ der Bus war noch da! Auch wenn ich der letzte war, der einstieg. In Uganda herrscht Linksverkehr. Wusste ich nicht. Topp Reisevorbereitung.

Nach weiteren 30 min hielt der Busfahrer in Kabale, einem ca. 40.000 Einwohner Städtchen. Ausgestiegen ist nur meine Wenigkeit. Inmitten der Dunkelheit sah ich nur Staub im Scheinwerferlicht der Motorräder, welche sich schön im Kreis um mich herum formierten. Mit meinen zwei großen Rucksäcken fiel ich da sicherlich nicht auf. Im Augenwinkel erblickte ich ein Fassade mit der Aufschrift „Travellers Cafe“. Naja, bevor ich jetzt auf irgendein Motorrad steige, dachte ich mir, gehe ich da jetzt rein und sag einfach mal „Hallo.

Als ich nach einem Hostel oder Hotel fragte, stellte sich gleich „Simon“ vor. Er meinte, er könnte mit mir durch die Stadt laufen und mir ein paar Hotels zeigen. Ich dachte, naja, der wird mich schon nicht überfallen, und falls doch, .. ne andere Möglichkeit hätte es nicht gegeben. Als der dann, ohne zu wissen, aus welchem Teil Deutschlands ich komme, vom VFB Stuttgart zu erzählen begann, dachte ich mich, der wird schon in Ordnung sein. Seine Story über Otto von Bismarck habe ich allerdings nicht verstanden.

Ich checkte in einem günstigen aber doch ganz ordentlichen Hostel inkl. Museum ein.

Als ich die Unterkunft bezahlen wollte, bemerkte der Mitarbeiter, dass ich umgerrechnet 1 Euro zu viel bezahlt hab, und gab mir das Geld zurück. Das passiert auch nicht alle Tage.

Am nächsten Tag hat mir Simon noch eine Stadtführung bei Tag gegeben.
Hier mit seinem Sohn:

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Hier noch weitere Eindrücke von Kabale:

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