Icefields Parkway. Winter.

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Kanada Blog 1/2

Der Highway der niemals enden sollte.
Der erste von zwei Blogeinträgen über meine Kanada -Reise.


Da der zweite Beitrag (fast) ausschließlich über Natur- und Landschaftsaufnahmen handelt,
widme ich im ersten Beitrag komplett dem „Icefields Parkway“, welcher
sich 220 km durch die Rocky Mountains schlängelt.
Ok, irgendwie doch auch Landschaftsaufnahmen.

Wenn man sich mit den Banff- und Jasper Nationalparks in Kanada beschäftigt,
stolpert man immer wieder über diese eine Straße.

Viele sprechen von einer der schönsten Straße der Welt,
Naja, ich habe es ja nicht so mit Superlativen,
und außerdem könnte ich nie von der schönsten Straße der Welt sprechen,
da ich ja schließlich noch nicht alle Straßen unseres Planeten abgefahren bin.

Und mal ganz vorsichtig gesagt: … werde ich wohl auch nie.

Aber:

Nachdem ich diese 220 km rauf und runter und zurück
und nochmals runter usw. gefahren bin, muss ich gestehen:

Jeder Meter auf dem Icefields Parkway ist ein Traum.

Eine Fahrt die niemals enden sollte.
Die volle Pracht der Natur vor der Windschutzscheibe, im Rückspiegel, überall.
Ich bin immer noch ganz begeistert von dieser Straße.

Das einzigste was bei der Fahrt auf dieser Straße wirklich stresst,
ist die Qual der Wahl an möglichen Fotostopps.
Hinter jeder Kurve, hinter jeder Kuppe, hinter jedem Hirsch,
hinter jedem Schneehaufen, .. überall bietet sich ein atemberaubendes Panorama.
Es ist zum verzweifeln.

Warum Kanada im Winter?
Keine Ahnung. Hat mich interessiert.
Und mich hat dieses Land (oder dieser ganz ganz kleine Teil)
sofert in seinen Bann gezogen.

Was mich an Kanada so beeindruckt sind die unglaublichen Weiten.
Ich meine Kanada ist flächenmäßig das zweigrößte Land der Erde und hat gerade mal 35 Millionen Einwohner.
Da  fährst Du stundenlang durch die „Pampa“, ohne auf irgendjemand zu treffen.
Es ist einfach dieses Freiheitsgefühl, welches einem immer begleitet.

In einer Stunde sind mir im Schnitt 2-3 Autos entgegen gekommen.
Vielleicht lag das auch an dem Hinweisschild am Anfang des
Highway 93 Nord (so die offizielle Bezeichnung des Icefields Parkway:

Das Schild beinhaltet vier Bezeichnungen
für den Straßenzustand (Good, Fare, Poor, Closed).
In meinem Fall leuchtete das Lämpchen bei „Poor“

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Zugegebenermaßen war ich kurz vor der Reise ja dann doch nicht mehr  ganz so sicher. Mitten im Winter, im Januar diese „Scenic Road“ bei Eis und Schnee zu befahren, welche sehr schwach bis gar nicht geräumt wird.

220 km in der Wildniss, 220 km kein Handyempfang (das ist übrigens ein Segen), 220 km wenig bis gar kein Gegenverkehr (ok ein paar Hirschen musste ich mal ausweichen).

Wie schon erwähnt habe ich die Straße während meiner Reise öfters befahren.

Im Winter gibt es nur 1-2 Unterkünfte am Higway 93.
Beide mitten in der Wildniss und sehr einfach.
Sehr zu empfehlen ist das Hi-Rampart Creek Hostel (ca. 90 km nördlich von Lake Louise)
Ganz einfach Hütten mit Strom vom Generator und mehrbettigen Schlafräume.
Mehr braucht es hier draußen in der Pampa nicht.

Früh am Morgen:

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Nach einigen Kilometer auf dieser Rutschbahn
machte ich einen Zwischenstopp beim Columbia Icefield
Aus diesem Zwischenstopp wurden 6 Stunden.
(Mehr im Blogeintrag Nr. 2)

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Es ist unglaublich wie schnell sich die klimatischen Beschaffenheiten änderten.
Vor der Kuppe noch tiefster Winter.
Hinter der Kuppe nur noch sehr wenig Schnee.

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              Am schönsten zu fahren war es natürlich im Licht des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs.

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Nach Sonnenuntergang war die Lichtstimmung oft noch beeindruckender.
Und immer diese Weite, diese Leere, diese Ruhe.

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Genauso wichtig wie ein passendes „Winterfahrzeug“
ist die passende Musik für diesen Roadtrip.
Nicht auszudenken was ich ohne meiner „Offline Playlist“ gemacht hätte.

Meine Top 15:

1. Ryan Adams – Come pick me up
2. Bootstraps – Guiltfree
3. Ryan Adams – My winding wheel
4. Ryan Adams – Out of the woods
5. Luke Sital-Singh – American girls
6. Rolling Stones – Wild Horses
7. Ryan Adams – Dirty Rain
8. Journey – Don’t stop beleivin
9. Max Richter – In the Garden
10. Bon Iver – 8
11. Bon Iver – Holocene
12. Iron & Wine – Walking far from home
13. Corey Harper – On the Run
14. Ryan Adams – Gimme something good
15. Eddie Vedder – Society

.. ich bin mir sicher, in  irgendeinem Pickup auf den kanadischen Highways
brummt gerade jetzt in diesem Moment einer dieser Songs aus den Lautsprechern.
Ganz sicher.

 

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