Arctic Circle Trail. Grönlands Traumpfad.

Wenn der Name  schon nach Abenteuer  klingt …

Arctic Circle Trail. Grönland.
Wandern im hohen Norden. Wandern in der Wildnis.

Als mir ein sehr guter Freund vor Jahren über diesen Wanderweg berichtete, wusste ich sofort: „Irgendwann muss ich da hin“.

Ein Fernwanderweg von über 170 km quer durch die Wildnis Grönlands.
Moment, Grönland? Das besteht doch nur aus Eis?
Naja, in der Tat sind gut 82% der Oberfläche dieses Landes mit dem Inlandeis bedeckt.
Aber eben nicht alles.

Wandern auf dem Arctic Circle Trail (ACT) bedeutet:

Keine Verpflegungsstationen
Einen schweren Rucksack mitschleppen
Keine Zivilisation
Kein Handyempfang
Kein Stress (abgesehen vom Chris, mit seinen Kameras)
Mosquitos
Sumpf
unzählige Seelandschaften
Natur pur
das Geschenk der Einfachheit.

Zusammen mit drei Freunden (Anni, Andi & Matze) wagte ich diesen Wanderweg.

Alleine schon die Anreise nach Grönland ist ein Abenteuer.

Wir fuhren zunächst 1.000 km mit dem Auto vom Süden Deutschlands nach Kopenhagen
(
klar, man kann auch mit dem Flieger nach Kopenhagen.  Aber bei vier Personen war die Auto-Variante  wesentlich günstiger und außerdem: was gibt es schöneres, als die Reise mit einem Roadtrip zu beginnen?).

Von Kopenhagen startet das einzige Großraumflugzeug von Air Greenland.
Mit einem 4 Stunden Flug geht es nach Kangerlusuaq, dem internationalen Flughafen von Grönland.
Einwohnerzahl: 500! So ungefähr jeder Bewohner hier arbeitet  (Überraschung) am Flughafen.

Weiter ging es  mit einer Propellermaschine nach Sissimiut  (ca. 5000 Einwohner), welches nach der Hauptstadt Nuuk die zweitgrößte Stadt Grönlands ist.

Bevor es losging galt es noch einen Burger zu essen, die Angelgenehmigung zu erwerben, sowie Benzin und Spiritus für die Kocher zu besorgen. Die Nacht vor dem Start zelteten wir in der Nähe der Schlittenhundesiedlung.

Tag 1
Ab in die Wildnis. 9 Tage – Wir sind dann mal raus. 3 Grad. Regen. Nachts, Minusgrade.

Noch ein letztes Handygespräch mit der Freundin, noch eine letzte Whats app, dann verschwinden die Balken auf dem Mobilgerät. Es ist still. Nur von weitem hört man noch die Grönlandhunde bellen,  dann geht es los. Es geht bergauf, die Reise beginnt. Nach ein paar Minuten ist auch das „heulen“ der Hunde verstummt.

Das Wetter an diesem ersten Tag ist regnerisch und sehr frisch. Aber wenn man in die arktische Region reist, sollte man auch nicht mit 30 Grad Sonne rechnen.

Wandern mit vollem Gepäck ist kein Selbstläufer. Hoch motiviert sind wir am Tag eins losgezogen.
Frisches Gletscherwasser zu trinken, die atemberaubende Kulisse wahrzunehmen und zu wissen, ein Wanderabenteuer zu erleben, wie wir es nicht kannten, waren einfach unbeschreiblich. Doch am Ende der Etappe, nach mehr als 8 Stunden wandern mit 25-30 kg auf dem Rücken, war  es dann schon eine Quälerei.
In Sisimiut haben wir noch einen Schweizer getroffen, der den ACT gerade absolviert hatte. Mit 12kg! Wie geht das?

  

Die Tulleq Hütte. Unsere erste Unterkunft. Hütte ist so ein großes Wort. 4 Schlafplätze auf einer Holzpritsche bietet dieses Kleine aber Feine Stück Holz.
Andi hatte die wunderbare Idee, Whisky, Schokolade, und Trockenfleisch als „Gute Laune Joker“ mitzunehmen. Was für eine geniale Idee. Abends nach einem langen Wandertag ein Schluck Glenmorangie  im Kreis der Kollegen inkl. Panoramablick über die Weiten Grönlands zu trinken war besser als jedes Kino.

Doch der alles übertreffende Joker für schwierige Etappen waren die Macadamia Nüsse. Ein Wundermittel, und sooo lecker!!

Tag 2
9 Grad, sonnig. Zum Mittagessen ein Fisch. Oh wir lieben die Wildnis!

Der zweite Tag. Die Sonne scheint. Wir fangen Fisch. Ok, Andi angelt einen, nein zwei Fische. Einen arktischen Saibling, welcher zu der Familie der Lachsfische zählt.
Oh war der lecker. Nein, der war extrem lecker.
Diese zweite Etappe, ebenfalls wieder sehr lang. Ebenfalls wieder anstrengend. Ebenfalls wunder .. wunder .. wunderschön.

Obacht im Umgang mit Feuer.

              Mosquitos. Mosquitos. Mosquitos.

     Eine der vielen Flussüberquerungen.

  

Die Nerumaq „Hütte“.

Diese kleinen Hütten haben wir ja schon lieb gewonnen.
Diese Hütte war sogar noch „leicht“ warm. Vermutlich hatten die Nacht zuvor andere Wanderer den Ofen an und wir somit Glück.
Wobei Nacht? Dunkel wird es ja hier Anfang Juli nicht. Tag für Tag haben wir unsere Wanderung immer mehr nach hinten verlagert.  An dieser Hütte sind wir ca. um 1:00 Uhr angekommen.
Natürlich bei Tageslicht.

Tag 3, 12 Grad, sonnig:
Ach wie schön ist es draußen!
Erste Anzeichen von Abnutzung.

Der Tag an dem von „unserem Arzt“ bereits die ersten Schmerztabletten verteilt wurden.
Adressat war ich. Gut so.

Vom „Wildlife“ hatten wir uns etwas mehr erhofft. Bis auf ein paar einzelne Rentiere, Polarhasen und Polarfüchse haben wir nicht viel gesehen. Am Ende noch eine Herde Moschusochsen.

       

Ein Hütte, in der man einfach verweilen möchte. Die Innajuataq II Hütte. Im Vergleich zu all den anderen „Shelters“, ist dies schon wirklich eine Art von „Luxus Wildnis Hütte“, denn: Es gibt zwei Tische und zwei Eckbänke, sowie eine „küchenähnliche Zeile“ und ein Waschbecken (natürlich ohne fließend Wasser). Dieses „Haus am See“ mit grandiosem Blick über die Berg- und Seelandschaft ist ein wahrer Traum.

  

… wenn Du um 3:00 Uhr aus dem Fenster schaust, und Du Dir nicht sicher bist, ob die Sonne gerade auf- oder untergeht, dann bist Du entweder betrunken oder du befindest dich  gerade im Arktischen Sommer.
Ein Erlebnis, das schon jetzt zu den beeindruckensten Dingen gehört, die ich je gemacht habe.

 

Tag 4, Regen. Schnee. Das ist Natur. 7 Grad.
Ok für diese Weisheit muss man nun wirklich nicht nach Grönland reisen.
Haben wir uns gerade an die sonnigen und verhältnismäßig warmen Tage gewöhnt, kam  eine Kalt- und Regenfront auf uns zu. Und diese sollte es in sich haben.
Doch bevor wir in diesen Tag starteten, galt es, Wasser aufzufüllen und gut Frühstücken.

Was isst man, wenn man für mindestens 9 Tage keinen Strom, keinen Supermarkt usw. hat.
Essen aus der Tüte. Besser als man denkt.

Es gab sogar Rührei. Und ihr glaubt nicht, wie gut das in der Wildnis schmeckt.

 

 

   

Schnee im Sommer:

Und da war er nun, der Schnee. Ok es hat jetzt keine cm Neuschnee gegeben. Aber der peitschende Wind brachte mit einer guten Wucht die Schneeflocken übers Land. Ungemütlich. Ungemütlich gut. Yeah. Das ist es doch, was ein Outdoor Erlebnis ausmacht. That’s life!!!

    

   

   

Nach drei Tagen war es dann wieder Zeit zum Zelten. Es gibt sicherlich schlimmere Gegenden ein Zelt aufzuschlagen.

Tag 5, leicht bewölkt, 12 Grad.
Wandern. Angeln. Kein Fisch. Weiter wandern. Fisch. Oh ist der Fisch lecker. Oh ist es hier schön. Weiter wandern. Berg auf. Es ist Mitternacht. Die Sonne scheint. Die Frisur hält. 3 Wetter … ähhh. Weiter wandern. Es ist 2:00 Uhr nachts. Es ist immer noch hell. Oder schon wieder? Essen. Schlafen. What a day.

    

       

Ein Festmahl in der Wildnis.
Da war er, dieser dicke Fisch. Zusammen mit einem guten Glas, ähm Becher Whisky war das wirklich ein Sterne Essen.

   

Gestärkt von dem Essen ging es weiter. Wir hatten noch ein ganzes Stück bis zu unserem Ziel.

Der Ole’s Lakseelv. Diese Flussdurchquerung kann die anstrengendste und anspruchsvollste der gesamten Wanderung sein. In Regenreichen Sommer kann er bis zu 1,50m tief sein. Wir hatten Glück. Das Wasser ging bei uns maximal bis zum Knie.

   

    

Die Mitternachtssonne. Was ein Erlebnis.

           

 

    

 

Diese Stimmung beim nächtlichen wandern am Polarkreis ist mit keiner Wandererfahrung zu vergleichen, die ich bisher hatte. Es ist mystisch. Es ist wunderschön.

  

Den Moment für immer festhalten. Aber es ist doch keine Zeit. Doch.
Fotografieren und Wandern harmonieren nicht gut. Zumindest nicht, wenn man eine Profi Ausrüstung dabei hat und jedes fotografieren bedeutet, dass man anhalten muss,  den viel zu schweren Rucksack abnehmen muss, die Wanderkollegen weiterziehen sieht, den viel zu schweren Rucksack wieder aufsetzen muss um dann mit aller Mühe wieder Anschluss zu finden, nur um das ganze Prozedere wieder von vorne zu beginnen. Doch auch wenn mit jeder Fotoaufnahme Minuten verloren gehen, auch wenn ich die Situation und die Landschaft nicht immer  genießen konnte, so hole ich mir mit dem Betrachten der Bilder diese Momente  noch viel intensiver zurück. Jede verlorene Minute durchs Fotografieren, schenkt mir die Erinnerung dieses Moments für die Ewigkeit. Und das ist, wie ich finde ein ganz guter Deal.

  

Ikatatooq Hütte. Ankunft 2:30 Uhr. Abend-/Morgendämmerung.
Wegen Überfüllung geschlossen.

Zum Glück waren die zwei Grönländer die in der Hütte nächtigten, Extremsportler, denen 1 Stunde Schlaf genügten um weiterzuziehen.
So konnten wir dann völlig übermüdet und alles andere als motiviert noch das Zelt aufzubauen (bis auf Anni) in der Hütte übernachten.

   

Tag 6, sonnig, 17 Grad.
Auf der Suche nach den zurückgelassenen Kanus.

   

Kaffee. Danke. Wer immer den Kaffee erfunden hat. Danke.

    

Was’n da? Was ist das für ein Holzgestängel, sind das Schwimmwesten? Sind das Boote?
Der Hauptgrund, warum wir uns entschieden haben die Strecke von Westen nach Osten zu wandern, waren die Kanus. Wir dachten, wenn 80-90% der Wanderer von Kangerlusuaq die Route beginnen, dann haben wir vielleicht Glück am Westufer zurückgelassene Kanus zu finden und  somit 20-25 km der Strecke auf dem Boot zurücklegen zu können. Aber Moment, warum sollten mitten in der Wildnis den Boote herumliegen. Naja, vor vielen Jahren sind ein paar Grönlander auf die Idee gekommen, ein Kanu Center in der Pampa zu eröffnen, welche man nur zu Fuß erreichen kann. Viel Erfolg hatte dieses Konzept wohl nicht. Nun steht das Bootshaus schon seit Jahren leer und die noch wenigen Kanus die übrig geblieben sind, dürfen von den Wanderern benutzt werden. Inkl. Schwimmweste!

Allerdings muss ich gestehen, als ich die verbeulten, mit Klebeband reparierten Kanus sah, ich mir gewünscht hätte, keine Kanus vorzufinden. Schließlich ist so ein Kentern mit vollem Gepäck und dem nur wenige Grad kalten Gletscherschmelzwasser nicht gerade das, was man erleben möchte. Es sei denn man ist ein Eisbär oder ein Fisch.

  

Probefahrt.

           

    

     

    

Tag 7, sonnig, 18 Grad.
Boot fahren. Paddeln. Paddel schnitzen. Aua, meine Schulter.

Blöderweise war der Wind nicht auf unserer Seite. Wir hatten Gegenwind. So entschieden wir uns sehr früh los zu paddeln. Da wir aber natürlich wie immer mitten in der Nacht am Lager ankamen, war es eine sehr sehr kurze Nacht.

Doch was für ein Erlebnis, mitten in der Pampa Boote vorzufinden und dann mit denen insgesamt 25km über zwei Tage verteilt durch die Gegend zu paddeln. Wahnsinn.
Mittlerweile sind die Schulter- und Oberarmschmerzen sogar schon wieder vergessen. Die Frage war aber schon, was ist auf Dauer anstrengender,  Wandern oder paddeln? Definitiv paddeln mit Gegenwind.

   

    

 

Nach einer guten Stunde sind wir dann am verlassenen Bootshaus angekommen. Da steht wirklich im Nichts ein Bootsverleih. Grönland ist verrückt. Aber: es ist urkomisch.
Wir nutzten diese Top Location zum Mittagessen und zum Ausruhen. Ich hätte Tage hier bleiben können. Es gab sogar eine Art Werkstatt. Hier fanden wir Werkzeug um uns ein paar Paddel zu schnitzen bzw. die Vorhandenen etwas aufzumotzen bzw. modifizieren.

     

Unsere „Tüten-Essen“ Ranking Liste.
Für alle, die kein Schwäbisch verstehen: Oierplatz ist „Rührei“.

     

Team:
So eine mehrtägige Wanderung in einer so abgelegenen Region funktioniert nur mit einem Guten Team.
Bis auf Matze und mir kannten wir uns alle nur flüchtig bis gar nicht. Deshalb entschieden wir uns im März diesen Jahres für eine Probewanderung.
Wir wanderten von  Unterkochen am Fuße der schwäbischen Alb über den Rosenstein nach Heubach. Diese 25km Wanderung brachte gleich einige Erkenntnisse. So ist es z. B. schwierig am Rande der schwäbischen Alb einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Glücklicherweise hatte damals der gute Thomas, seine Frau Nicole und deren Kinder Mitleid mit uns vier „Profiwanderer“ und haben uns im Garten mit Lagerfeuer, gutem Bier und am nächsten Morgen mit einem extrem leckeren Frühstück übernachten lassen. Nochmals Tausend Dank dafür. Als wir Ihnen damals die Geschichte unsereres Grönlandsvorhabens erzählt haben, mussten sie so laut lachen, dass wohl die halbe Nachbarschaft wach wurde. Das Lachen wurde auch nicht leiser, als ich meinen „ultraleichten Schlafsack“ mit „Extremtemperatur von 12 Grad“ auspackte. Naja, in Grönland war dann doch ein anderer Schlafsack im Einsatz. Auch andere Schuhe, eine andere Isomatte, eine andere Jacke, eine …. , und ….ein …!

Jedenfalls war die Sorge groß, dass es vielleicht Differenzen im Team geben könnte.
Diese Sorge war umsonst.
Es war ein großartiges Team und ich würde jederzeit wieder mit diesen „Kollegen“ auf Tour gehen.

   

     

  Gestrandet.

  Unser Nachtquartier am See.    

            

Tag 8, sonnig, 18 Grad.
Nochmals paddeln. Wandern. Wandern. Wandern.

            

Wanderwahn.

Stellt Euch vor, ihr wandert stundenlang durch eine nicht viel verändernde Landschaft. Um etwas Action hereinzubringen, kommt man auf die absurdesten Gedanken bzw. Ideen. Ich stelle mir vor, dass auf einem Stein Pumuckl sitzt und mir zuwinkt (keine Ahnung wie ich ausgerechnet in Grönland auf Pumuckl gekommen bin. Aber vielleicht macht wandern wirklich verrückt). Das fatale war nur, ich bekam diesen Kobold nicht mehr aus meinem Kopf. So winkte mir nach jeder Kurve, Kuppe oder Flussbiegung dieser Kerl zu.  Als ich das meinen Wanderkollegen erzählte, waren sie sich einig: „Es ist Zeit, dass wir wieder in die Zivilisation kommen“. Aber wollten wir wirklich raus aus der Wildnis? Und kann man einen Ort mit 500 Einwohner dessen „Marktplatz“ quasi die Start- und Landebahn des Flughafens ist, überhaupt  als Zivilisation bezeichnen.

Nochmals das Zelt aufbauen, bevor es dann zur letzten Etappe geht.

  

  

Tag 9, bewölkt 14 Grad.
Der letzte Wandertag.

Zugegeben, es gab ja schon Momente, in welchen man dachte, wann ist man endlich am Ziel. Vor allem wenn Schmerzen hinzukommen. Mittlerweile hatten wir alle (bis auf Matze) so unsere Wehwehchen. Sei es die Achillessehne, der Knöchel, das Knie, die Blasen an Füßen oder einfach nur Müdigkeit. Oder sei es die Verschlechterung der Trinkwassersituation (am Ende hatten wir so unsere Probleme, Wasser zu finden, welches nicht voller nerviger Wasserflöhe war).

Dennoch sieht man das ganze, wie so vieles mit einem lachenden und weinenden Auge.

Am Schluss kamen wir noch am alten Caravan vorbei. Dieser verlassene Ort wird im Winter von Jäger als Quartier genutzt. Ziemlich spuke, ziemlich irgghhh, aber igendwie auch sehr abgefahren. Schade, hier wäre ich gerne bei Sonnenuntergang/Sonnenaufgang gewesen.

 

Geschafft.
Glücklich. Sprachlos. Immer noch Freunde.

Russel Glacier:

Da wir ein wenig früher als geplant in Kangerlusuaq ankamen, besuchten wir noch den Russel Gletscher. Einer der Ausläufer des großen Inlandeis.
Dort hinzugelangen setzte uns jedoch vor der Entscheidung ca. 20km „One Way“ nochmals zu wandern. Wir entschieden uns für die viel zu teure Taxifahrt. Aber auch ein Highlight: Wir fuhren auf Grönlands längster Straße (Schotterpiste) mit einer unglaublichen Länge von 40 km.

Vor dieser Wand zu stehen ist schon ein unglaubliches Gefühl. Zu sehen wie Tausende Jahre alte Eisbrocken einfach in den Fluss stürzen. Einfach nicht vorstellbar wir groß die Eisschicht über Grönland (noch) sein mag. An der dicksten Stelle hat das Eis eine Höhe von 3.000m. Unglaublich.

Noch einmal Zelten vor dieser majestätischen Kulisse:

Da noch unendlich viel Video- und Timelapsematerial von dieser Reise auf meiner Festplatte schlummern, wird es im Herbst/Winter noch ein kleines Video zu diesem Abenteuer geben.

Fotoausrüstung:
Dabei hatte ich meine Nikon D4, die Nikon D800, das Nikkor 14-24/2,8G ED, Nikkor 70-200/2,8G II VR ED und das 50mm 1,4G, Stativ Rollei Carbon Ci5, Haida 150mm Filterholder mit Filter (blöderweise nicht angewendet), 7 Akkus für die D800, 4 Akkus für die D4, unzählige Speichkerkarte (SD, XQD, CF), Reinigungsset für die Optik.

Wenn Ihr weitere Infos bzgl. Packliste oder sonstige Tipps benötigt, schreibt mir einfach eine Mail an info@frumolt.de
Evtl. füge ich hier auf dem Blog noch weitere Informationen bei.

Der Artic Circle Trail.
Das Schlusswort. Wenn noch Zeit ist!

In den arktischen Sommernächten, wo die Sonne nicht untergeht oder nur den Horizont streift, verliert die Zeit Ihre Bedeutung.
Das ist zunächst ein seltsames Gefühl, doch nach und nach erweist sich das sich das als sehr kostbares Gut.
Ich wünschte, ich könnte sagen, „lasst uns mal weniger auf die Uhr schauen“ und lasst uns mehr den Moment genießen.
Aber was sagt dann die Verabredung, was sagen dann die Pendler, die auf die Bahn warten (jetzt bitte keine Bahn Witze), was sagen dann die Schüler, die ewig auf den Pausendong warten oder wann weiß man dann, wenn die Spaghetti „al dente“ sind.

Naja, auf die Uhr verzichten können wir wohl nicht. Sollen wir auch nicht.
Aber vielleicht sollten wir die Zeit bewusster wahrnehmen.
So genug geschrieben, .. es ist schon spät …!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Jan sagt:

    Ein supertoller Bericht mit genialen Bildern. Hat mich richtig gefesselt!

  2. Das Geschenk der Einfachheit. Das Leben im Moment. Das Vergessen der Zeit. Reisen – und insbesondere solch eine Reise – ist ein Geschenk. DANKE für den wundervollen, inspirierenden und packenden Bericht!!!

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