Australien. Der Westen. Von Derby nach Perth.

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… oder: „dort wo Du keine Karte brauchst. Folge der Sonne und der Straße, und Du wirst begeistert sein“.

Teil 2 meines Australiensblogs.

Vielleicht ist Westaustralien genau so, wie sich viele diesen Kontinent vorstellen. Unendliches Buschland, rote Sandpisten, Kängurus im Sonnenuntergang, Roadhouses im Abstand von 300 km, Freiheit und immer wieder das Gefühl gerade in diesem Moment alleine auf der Welt zu sein.

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Westaustralien hat eine gesamte Küstenlinie von unglaublichen 12.000 km, welche wohl zu 99,9% verlassen und nahezu unberührt ist.

Da wir uns für die kurze Zeit (3 Wochen von Darwin nach Perth und dann nochmals 10 Tage in der Margarete River Region) sehr viel vorgenommen hatten und dann auch noch länger in der Kimberley Region unterwegs waren, haben wir etliche „Attraktionen ausgelassen, wie z. B. Monkey Mia und große Teile der Sharkbay (was nicht bedeutet, dass es da nicht wunderbar ist, aber man muss eben Abstriche machen). Generell gibt es keinen falschen und richtigen Plan. Mir gefällt dort wirklich alles.


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Unser erster Stop war der 80 Mile Beach. Hier ist der Name Programm. Diesen darf man sogar von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit einem Allradfahrzeug befahren. Was wir schließlich auch machten. Und das ist der Wahnsinn. Dieser breite endlos wirkende Strand mit der untergehenden Sonne. Bestens.

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Die Sonnenuntergänge an der Westküste sind natürlich ein Traum.

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Nach nur einer Nacht am Meer ging es dann wieder in das Landesinnere.
Zum Karijini Nationalpark

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Dieser Ort, und ja man sollte mit Superlativen sparsam umgehen , trotzdem zählt dieser Ort für mich zu den besten und besondersten Gegenden an denen ich je war. Ich bin hier bereits 2004 gewesen und immer wenn ich an dieses Jahr in Australien  zurückdenke, ist an erster Stelle immer dieser Nationalpark mit seinen tiefen Schluchten, den bizarr geformten Felsen, das blaue und türkise Wasser, die Wasserlöcher, diese Abgeschiedenheit und immer auch eine ordentliche Portion Adrenalin die man beim durchwandern/klettern, dieser Schluchten hat. Taucht mit mir ein in diese Welt unterhalb der Erdoberfläche.

Hancock Gorge:

Diese Schlucht ist an Unterhaltungswert nicht zu überbieten. Sie ist wie ein großer Klettergarten mit mystischem Licht, Wege bei denen man wie eine Spinne sich an der Wand durch hangeln muss oder Passagen wo sogar das Schwimmen empfohlen ist.

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Die blaue Markierungen zeigen Dir den Weg. Ja wir haben uns auch gefragt, wo da der Weg sein soll.


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Spiderwalk

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An dieser Stelle endet der Wanderweg. Der „Kermet“ Pool ist ideal zum schwimmen.
Als ich 2004 hier schonmal dort gewesen bin, ging der Weg noch weiter. Allerdings wurde es dann „noch“ abenteuerlicher, in dem man zum Teil in Pools springen musste und der Weg nur noch in eine Richtung zu bewandern war. Auch aufgrund vieler Unfälle hat man den Weg vermutlich verkürzt.

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Hameryley Gorge:

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Knox Gorge:

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Joffre Gorge, Schulter ausgekugelt, 100 km Schotterpiste – ab in’s Krankenhaus.

Das ist leider das letzte Bild vom Karijini Nationalpark. Ursprünglich waren noch zwei weitere Tage in anderen Schluchten geplant. Doch in der Joffre Gorge endete das Abenteuer abrupt. Ich beschloss an diesem Morgen alleine in die Schlucht hinunter zu kraxeln. Als ich unten mit meinem Equipment ankam, stellte ich dieses erstmal an einen sicheren Platz um mich zu erkunden wo ich eine „Timelapse“ Aufnahme machen wollte. Ich ging über nassen Stein, während dessen tollten Vögel oben am Rand der Schlucht herum, wobei Dreck und Äste in die Schlucht fielen. Ich erschrak und rutschte auf einem nassen Stein aus. Beim Versuch mich noch an einem  Felsen festzuhalten machte ich eine Drehung. Meine Arm allerdings nicht. Ich wusste noch während des Fluges in das Wasser, dass meine Schulter ausgekugelt war.

So war ich alleine in der Schlucht und konnte vor Schmerzen meinen Arm nicht mehr richtig bewegen. Ziemlich unter Schock aber gefasst, wanderte und kletterte ich wieder die Schlucht hoch. Zum Teil warf ich mit meiner gesunden Hand mein Equipment (Taschen, Stativ) Stufe für Stufe die Felswand hoch. Ich rief öfters nach Timo, aber er hörte mich nicht. Also ich schon fast wieder am Parkplatz war, hat er mich entdeckt. Wir fuhren noch 100 km über die Schotterpiste nach Tom Price. Da hatte ich ca. 5 Stunden nach dem Sturz wieder meine Schulter und Betäubung eingekugelt bekommen. „Shit happens“.


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Weiter nach Süden.

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Der Arzt im Krankenhaus hat mir 5 Tage „Ruhestellung“ des Arms verschrieben. Ich hielt es einen Halben Tag aus. Timo verdonnerte mich trotzdem noch einen Tag in Tom Price zu bleiben. Neben meinem Arm machte auch der Anlasser unseres Landrover etwas Probleme. So konnten wir das hier in der Werkstatt ebenfalls noch abklären.


Moonlight Vibes:

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Entlang am Ningaloo Reef:

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Stromatholiten in der Shark Bay. Der Ursprung des Lebens.
Die ältesten lebenden Fossilien der Erde.

Sie wirken nicht spektakulär, dennoch hält man inne und fragt sich schon, was alles auf diesem Planeten bereits geschehen ist. Und natürlich auch, was alles noch kommt.


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Kalbari National Park.

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Ja hier war es dann wieder so weit. Ich hätte hier ewig verweilen aber auch fotografieren können. Was natürlich auch vor allem am Natures Window lag. Es ist unglaublich was die Tageszeit mit dem unterschiedlichen Lichteinfall bewirkt. So fotografierte ich zunächst abends bei Sonnenuntergang als auch am nächsten Tag bei Sonnenaufgang. Zwei Lichtstimmungen, jedoch ein komplett anderes Erscheinungsbild. Dieser Ort fasziniert mich so sehr.

Ursprünglich wollte ich den „Loop“ Walk noch machen. Jedoch war ich viel zu lange mit dem Fotografieren beschäftigt, dass ich nach 2 km wieder umdrehte. Insgesamt ist der Wanderweg 8 km lang. Allerdings ist dieser nicht ganz ohne, da die Temperaturen auf bis zu 50 Grad steigen können. Es sind auch schon Wanderer verdurstet auf dem Weg. Man unterschätzt völlig, wie viel Wasser der Mensch bei dieser Hitze benötigt. Oben im Norden habe ich zeitweise 10 oder mehr Liter am Tag getrunken.


Sonnenuntergang und Dämmerung:

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Sonnenaufgang:

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„Pink Lake“ Crazy things out here:

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Das letzte Kapitel dieses Blogeintrags gehört nun der Pinnacle Dessert:

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Beim nächsten Blog über diese Australienreise geht es dann ausschließlich um die wunderbare Gegend von Margarete River im Südwesten von Australien.


Margaret River, … wo Wald Meer ist.

Australien. Ein Roadtrip. Der Nordwesten.


Lust auf einen Fotoworkshop in den Bergen?:

3 Tage Fotografie Workshop in den Allgäuer Alpen – 21. bis 23. Juni 2019

 

Chris Frumolt

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